Mensch Wallraf! Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Köln Winter 2017/18

Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) ist v.a. durch seine Tätigkeit als Sammler von Kunstschätzen aller Art und durch den Umstand, dass er diese der Stadt Köln als Grundstock für ihre Museen vererbte, bis heute aus dem Kölner Kulturleben nicht wegzudenken. Die Begegnung mit ihm ist kaum zu vermeiden, sei es in den Museen, sei es auf Straßen und Plätzen. Der Mensch Wallraf und seine vielfältigen sonstigen Aktivitäten als Sammler sowie in Politik- und Kulturleben sind einer breiten Öffentlichkeit jedoch kaum bewusst. Bei ihm liefen viele Fäden von Kunst, Wissenschaft, Politik, Religion, Wirtschaft und Stadtentwicklung Kölns in einer bewegten Zeit zusammen, er war zugleich Rebell und unbequemer Untertan wie konservativer Geistlicher, Sammler und Bewahrer von Kunstschätzen und Netzwerker in viele Richtungen sowie Karnevalist. Nach seinem Tode wurde der „Erzbürger“ und Gründervater der meisten städtischen Museen und Sammlungen zum Kölschen Heros verklärt, sein tatsächliches Wirken wurden von manchem urbanen Mythos überlagert.

Die Ausstellung soll daher anlässlich des 200. Jubiläums seines Testaments von 1818 (mit dem er die Stadt Köln bedachte) unterschiedliche Perspektiven auf Wallraf in seinen verschiedenen Wirkungskreisen und auf die Wallraf-Rezeption in Köln bis heute anhand von Beispielen ausleuchten, von Mythen befreien und schärfer konturieren.

Nach der Eröffnung am 4. Dezember ist die Ausstellung

Di – So: 10.00 – 16.30 Uhr
Mi: 10.00 – 19.30 Uhr

geöffnet – der Eintritt ist frei!

Veranstaltungsreihe rund um die Ausstellung

Im Verlauf der Ausstellung lädt das Historische Archiv der Stadt Köln mit den Studierenden der Universität zu Köln zu verschiedenen Veranstaltungen ein:

Mehr zur Ausstellung und Rahmenprogramm finden Sie im Flyer zur Ausstellung: Download Flyer