Verkauf einer Erbschuld, 1573

Bestand 210 (Domstift), U 1/2656A

Beschreibung

Datierung: 1573
Maße: 31 x 22 cm
Kleinformatige Pergamenturkunde

Inhalt

Die vorliegende Pergamenturkunde aus dem Jahr 1573 dokumentiert ein für das Mittelalter durchaus gän-giges Geschäftsmodell. Um die eigene Existenz zu sichern, war es üblich, mit Einkünften aus Renten, die sich zum Beispiel aus der Nutzung eines gepachteten Hofes ergaben, zu handeln. Im vorliegenden Fall ver-kauft der Erzbischof bzw. sein Rechtsvertreter, der Offizial des erzbischöflichen Hofes, ein Erbe, das mit 6 Goldgulden dem Domkapitel gegenüber belastet war.
Leider ist die Lesbarkeit der Urkunde eingeschränkt. Grund dafür ist ihre spätere Nutzung als Akteneinband. Da Pergament ein kostbares Material war, wurden „veraltete“ Schriftstücke gerne weiterverwendet, häufig als Einbandmaterial z. B. für die Verstärkung des Buchrückens, als Pergamentbünde oder Spiegel im Deckel.

Konservatorische Massnahmen

  • Trockenreinigung
  • Glätten
  • Fehstellenergänzung
  • Montierung
  • Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten