Urkunden Kopiar, 1434-1458

Bestand 238 (Kreuzbrüder), RH 4

Beschreibung

Datierung: 1434-1458
Maße: 29,5 cm x 20,0 cm x 4,5 cm
Einband: Ganzledereinband mit Schließen und Blindprägung auf den Deckeln
Buchblock: Papier
Umfang: ca. 320 Blatt

Inhalt

Das Kloster der Kreuzbrüder entstand durch eine 1307 von Erzbischof Heinrich II. von Virneburg gestattete Niederlassung rheinischer Kreuzbrüder in Köln. Die tatsächliche Ansiedlung fand jedoch erst 1309 statt. Zunächst gewährte die Witwe Godelindis Hardefust den 2 Brüdern Unterschlupf in ihrem Privathaus, gelegen in der heutigen Schildergasse, bis die Bleibe durch Papst Clemens V. offiziell bestätigt wurde. Später wurde das Areal durch Schenkungen und Ankäufe ausgeweitet, bis ein Klosterkomplex zwischen Schildergasse, Kreuzgasse, Streitzeuggasse entstand. Eine der Hl. Barbara geweihten Kapelle diente zunächst als Klosterkirche, bis im 14. Jahrhundert mit dem Bau der Kirche Heilig Kreuz begonnen wurde. Die Klosterinsassen, die nach der Regel des hl. Augustinus lebten, fertigten im 15. Jahrhundert das vorliegende Urkundenkopiar an. In diesem Amtsbuch wurden also alle Urkunden, die ein Rechtsgeschäft unter Beteiligung des Klosters festhalten, und die das Kloster empfangen hatte, abgeschrieben und somit nochmals festgehalten. Ein solches Kopiar diente auch dem schnellen und genauen Überblick über Rechts- und Besitztitel. Das Kloster wurde 1802 aufgehoben und die Gebäude in der Folge abgetragen.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung

Deckel und Rückeneinlage

  • Titel- und Signaturschild sichern
  • Rücken ablösen
  • Neuen Rücken anbringen

Buchblock

  • Vorsätze lösen
  • Nassbehandlung
  • Rissschließung und Stabilisierung

Heftung

  • Abnehmen von Lagen
  • Lagenrücken reinigen
  • Partiell nachheften
  • Buchblock ableimen und hinterkleben
  • Hülse anbringen

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten