Rheinisch-Thüringisch-Sächsischer Güterverkehr, 1878-1879

Bestand 1028 (Rheinische Eisenbahn), A 321/2

Beschreibung

Datierung: 1878-1879
Maße: 23,0 cm x 36,2 cm x 9,4 cm
Umfang: 644 Blatt
Akte mit preußischer Fadenheftung und blauem Umschlag

Inhalt

Die hier vorliegende Akte ist eine von insgesamt drei zusammengehörigen Akten aus dem Bestand 1028 „Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft“. Die Akten werden mit der sogenannten „Preußischen Fadenheftung“ zusammen gehalten und beinhalten Schriftverkehr zur Regelung des Güterverkehrs zwischen dem Rheinland und den thüringisch-sächsischen Gebieten.
Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft war ein 1836 gegründetes privates Unternehmen, das neben weiteren später gegründeten privaten Gesellschaften wie z.B. die Köln-Mindener Eisenbahn oder die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem das Rheinland, das Ruhrgebiet und große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens durch die Eisenbahn erschlossen hat.
Hintergrund des rheinischen Eisenbahnbaus war das Interesse des 1831 gegründeten belgischen Staates, Handel mit dem benachbarten Preußen zu treiben. Da Belgien aber gegenüber den Niederlanden den Nachteil besaß, seine Waren nicht über den Rhein ins Rheinland zu bringen, bestand beim belgischen Staat ein vornehmliches Interesse an dem Ausbau des Schienennetzes. So schlossen sich Kölner und Aachener Kaufleute unter der Führung von Ludolf Camphausen zusammen und gründeten 1836 die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft, um mit Unterstützung des belgischen Staates den Eisenbahnbau im Rheinland voran zu treiben.
Ab 1879 wurden die privaten Eisenbahnunternehmen auf Betreiben des preußischen Reichskanzlers Bismarck verstaatlicht und in der „Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung“, kurz K. P. E. V., vereinigt. Dieses behördenähnliche Unternehmen bestand bis zum Ende des ersten Weltkrieges und ging 1920 wiederum mit sämtlichen Anlagen und dem Vermögen in die Deutsche Reichsbahn über.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung
  • Rissschließung und Stabilisierung
  • Fehlstellenergänzung

Heftung

  • Partiell nachheften

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten