Registraturen der Mittwochsrentkammer, Anfang 18. Jh.

Bestand 70 (Rechnungen), A 131

Beschreibung

Datierung: 1701 - 1707
Maße: 24,0 x 34,0 x 11,5 cm
Pergamentband mit Pappdeckeln und Schließenbändern
Heftung auf Lederriemen
Buchblock aus Papier

Inhalt

Bei der Akte 131 aus dem Bestand 70 Rechnungen handelt es sich um eine Art Registraturbuch der
Mittwochsrentkammer. Hier wurden alle Zahlungsanweisungen und Finanzbelange
protokolliert, die der Rat der Stadt Köln in seinen Sitzungen beschlossen und
zur weiteren Bearbeitung an die Rentkammer verwiesen hatte.

Im Verlauf der Kölner Stadtgeschichte gab es verschiedene Rentkammern, die in der Regel nach den
Wochentagen benannt wurden an denen sie ihren Hauptzahltag hatten. Anfangs gab
es die sogenannte Samstagsrentkammer. Ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert
folgten die beiden Einrichtungen Freitags- und der Mittwochrentkammer. Diese
beiden Institutionen waren dann über Jahrhunderte hinweg mit den finanziellen
Angelegenheiten der mittelalterlichen Stadtverwaltung betraut; ähnlich unseren
heutigen Finanzämtern oder Stadtkassen.

Folglich lassen sich in der vorliegenden Akte Eintragungen zu nahezu allen Lebens- und Verwaltungsbereichen des frühen 18. Jahrhundert finden, darunter Ausgaben für militärische Zwecke, Anschaffung von
Baumaterialien, Honorarzahlungen für unterschiedlichste Auftragsarbeiten,
Abrechnungen anderer Kassen oder die Befreiung von Akzisen (Steuern)

Konservatorische Massnahmen

Voruntersuchungen

  • Keimmessung

Gesamte Handschrift

  • Trockenreinigung
  •  Schimmelbehandlung

Bezugsmaterial

  • Partiell ablösen
  • Rissschließung
  • Titel- und Signaturschild sichern

Deckel

  • Lösen
  • Ergänzen
  • Verbindung Deckel-Buchblock wieder herstellen

Buchblock

  • Rissschließung und Stabilisierung

Heftung

  • Abnehmen von Lagen
  • Partiell nachheften
  • Buchblock neu ableimen, hinterkleben und eine Hülse anfertigen
  • Bünde sichern, verstärken, ansetzen

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten