Rechnungswesen Kriegsgefangenenheimkehr, 1919-1920

Bestand 1213 (Zweigverein vom Roten Kreuz für die Stadt Köln), A 179

Beschreibung

Datierung: 1919-1920
Maße: ca. 25,5 x 36,5 x 4,0 cm
Akte mit preußischer Heftung und grauem Umschlag

Inhalt

Nach den erhobenen Zahlen des Deutschen Roten Kreuzes gerieten im Ersten Weltkrieg schon acht Millionen Soldaten und zwei Millionen Zivilpersonen in Kriegsgefangenschaft, darunter ca. 2,5 Millionen Men-schen in Deutschland. Die beteiligten Länder hatten sich zu einer humanen Unterbringung verpflichtet, konnten diesen Wunsch aber nicht immer in der Praxis umsetzen. Die nüchternen Bankbewegungen der Beträge auf den besonderen Konten der „Kriegsgefangenenheimkehr“ bei diversen Kölner Bankhäusern wie z.B. Stein, Dresdner Bank in Köln, Oppenheim, Seligmann, Schaaffhausen Bankverein AG Köln, Barmer Bankverein, Deichmann, Rheinisch Westfälische Diskontogesellschaft, Simon, Städtische Sparkasse doku-mentiert zum einen die Spendensammlungen für die heimkehrenden Kriegsgefangenen und zeigt zum anderen einen Ausschnitt der Arbeit des Zweigvereins vom Deutschen Roten Kreuz für die Stadt Köln. Das Geld wurde beispielsweise zur Verpflegung der Kriegsgefangenen im Lager Dellbrück pro Gefangenen oder zur Aussendung von Kindern der Kriegsgefangenen und Kriegsbeschädigten in Erholungskuren eingesetzt. Die von jeder Gemeinde aufgebrachten Beträge zum Zwecke der Kriegsgefangenen mussten bei Nichtinanspruchnahme den Gemeinden zurückerstattet werden. Die Finanzkommission der Kriegsgefangenen Heimkehr Köln war im Stadthaus Zimmer 110a untergebracht, die Geschäftsstelle verwaltete, überwachte und koordinierte diese Aufgaben.

Konservatorische Massnahmen

  • Trockenreinigung
  • Glätten
  • Rissschließung und Stabilisierung
  • Einlegen von Barrierepapier

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten