Pachtbriefe und Spezifikationen der Ländereien des Severinstiftes zu Hemmerich

Bestand 264 (Severin), A 15

Beschreibung

Datierung: [17. Jh. – 18. Jh.]
Maße: 35,8 cm x 26 cm x 1,0 cm
Umfang: 48 Blatt
Geheftete Akte mit braunen Karton-Deckeln und Rücken aus dünnem Kunstleder, Blätter aus Papier, teil-weise mit schwarzen und roten Lacksiegeln

Inhalt

Das Kanonikerstift St. Severin ist eines der bedeutendsten und ältesten Stifte in Köln im Mittelalter. Gegründet im ausgehenden 8. Jahrhundert nach Christus, lag es im Süden der Stadt an der Severinstraße. Die Severinstraße führte stadtauswärts nach Bonn und war eine alte Handelsstraße, die bereits von den Römern errichtet wurde. Bis ins 12. Jahrhundert lag das Stift außerhalb der Stadtmauer und wurde erst dann in die Ummauerung der Stadt einbezogen. Im Zuge der Säkularisation 1802 wurde das Stift dann durch die Franzosen endgültig aufgelöst. Das Stift war neben anderen großen Stiften in Köln eine Gemeinschaft von weltlichen Geistlichen, die in der Hauptsache zusammen kamen, um in der alten romanischen Kirche St. Severin die Heilige Messe zu feiern und das Stundengebet abzuhalten.
In der hier vorliegenden Akte geht es um Verpachtungen und Pachteinnahmen aus Grundbesitzungen in Hemmerich, das heute zu Bornheim im Vorgebirge gehört. Hierbei wurden überwiegend die Namen der Pächter, die zu entrichtende Pacht sowie eine nähere Beschreibung der Grundstücke aufgeführt. Die Quelle ist daher sowohl für Familienforscher, als auch für Ortsgeschichtsforscher interessant, da hier nicht nur Namen genannt werden, sondern auch zum Teil einzelne Grundstücke, Parzellen bzw. einzelner Ländereien näher beschrieben werden und eine Verortung dieser stattfinden kann.

Konservatorische Massnahmen

• Trockenreinigung
• Heftung lösen
• Nassbehandlung zur Reinigung und Tintenfraßbehandlung
• Abnahme alter Klebebänder und Reparaturen
• Reduzieren von Klebstoffrückständen
• Rissschließung, Stabilisierung
• Fehlstellenergänzung
• Montieren von abgenommenen alten Klebebändern und Ergänzungen
• Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten