Niederlassungs- und Bürgerrechtsgesuche, 1794-1802

Bestand 350 (Französische Verwaltung), A 190/1

Beschreibung

Datierung: 1794 - 1802
Maße: 37,9 cm x 28 cm x 1,8 cm
Umfang: 62 Blatt
Akte mit blauem Deckblatt, auf einigen Seiten Lack- und Oblatensiegel sowie Prägestempel

Inhalt

Mit dem Einmarsch der Franzosen 1794 in das Rheinland beginnt die französische Herrschaft am Rhein sowie die Integration des Rheinlandes in den französischen Staat. Französische Verwaltungsstrukturen werden eingeführt, neue Gesetze erlassen.
Neu ist allerdings nicht, dass jede Person, die von außerhalb kam, und sich in Köln niederlassen wollte, einen „Antrag“ auf Erlangung des Status des Bürgers stellen musste, sofern er denn offiziell Bürger der Stadt Köln werden oder vielleicht ein Gewerbe ausüben wollte. Oft handelte es sich bei diesen Antragstellern um Glaubensflüchtlinge oder anderweitig Verfolgte aus anderen (heutigen europäischen) Ländern oder anderen deut-schen Territorialstaaten, die praktisch unter dem Schutz der Franzosen in Köln Asyl gesucht haben. Oft sind es aber auch nur Personen aus der Umgebung von Köln, die in Köln Handel betreiben wollen, und dafür den Status des Bürgers inne haben müssen, wie das Beispiel des Bürgergesuches eines Joseph Isaac aus Mülheim am Rhein (der heutige Stadtteil Mülheim, damals noch nicht eingemeindet) zeigt.
Zum einen sind solche Quellen natürlich interessant für die Familienforschung, zum anderen können sie aber auch unter sozialhistorischen Aspekten ausgewertet werden. Die hier gezeigte Akte beinhaltet einige solcher Gesuche aus dem Zeitraum 1794 bis 1802.

Konservatorische Massnahmen

• Trockenreinigung
• Nassbehandlung
• Entfernen von Klebebändern und Klebstoffresten
• Rissschließung
• Fehlstellenergänzung

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten