Neubau des Bürgerhospitals, 1843-1847

Bestand 650 (Armenverwaltung), A 554

Beschreibung

Datierung: 1843-1847
Maße: ca. 23,0 cm x 38,5 cm x 1,0 cm
Umfang: 239 Blatt
Akte mit preußischer Fadenheftung und einem Umschlag aus hellblauem Karton

Inhalt

Um die Kölner Bürgerinnen und Bürger sowie vor allem seine Soldaten mit einer professionellen medizinischen Versorgung behandeln lassen zu können verfügte Napoleon 1804, dass die beiden säkularisierten Klöster St. Cäcilien und St. Peter (am heutigen Neumarkt) als städtisches Krankenhaus genutzt werden sollten. Dieses von der Stadt Köln unterhaltene Bürgerhospital bildet den Ursprung der heutigen städtischen Kliniken. 1830 wurde durch eine Cholera-Epidemie deutlich, dass das städtische Krankenhaus in den Klostermauern nicht mehr ausreichte. In den Jahren 1843 – 1847 wurde das neue „Bürgerhospital“ nach den Plänen des Stadtbaumeisters Johann Peter Weyer errichtet. Die mittelalterliche Stiftskirche St. Cäcilien wurde als Krankenhauskirche in den Komplex integriert. Mit mehr als 700 Betten was das „Bürgerhospital“ das größte Krankenhaus in Preußen. Das Krankenhaus hatte drei Geschosse und im Inneren waren die Etagen erstmals in der sogenannten Korridor-Bauweise gestaltet: Für die damalige Zeit eine Besonderheit und Zeichen der Modernität war, dass es fließendes heißes und kaltes Wasser, Duschen, Badewannen und Heizungen gab. Zudem hatte jeder Patient hatte ein eigenes Bett. Mit diesem Neubau übernahm die Stadt Köln die Verantwortung für die Behandlung und Pflege ihrer erkrankten Bürger, zumal 1871 die Armenverwaltung und die Krankenanstalten in die städtische Verwaltung übernommen wurden.
Zur Finanzierung des Neubaus – der weitaus teurer wurde als ursprünglich geplant – wurden auch nicht mehr benötigte Gebäude verkauft.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung
  • Glätten
  • Rissschließung und Stabilisierung

Heftung

  • Abnehmen von Lagen
  • Partiell nachheften

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten