Lehn- und Kurmudbuch St. Andreas, 1602

Bestand 201 (St. Andreas), A 41/2

Beschreibung

Datierung: 1602
Maße: 22 cm x 31 cm x 3 cm
Einband: Pergamenteinband
Buchblock: Papier, durchausgeheftet auf Lederbünde
Umfang: 250 Seiten

Inhalt

Dieser Pergamentband ist ein Lehn- und Kurmudbuch des Kollegiatstiftes St. Andreas. Das Stift wurde wahrscheinlich Mitte des 10. Jahrhunderts durch Erzbischof Brun (Bruno) an der Kapelle St. Matthias in fossa [St. Matthäus am Graben] gegründet, an deren Stelle man einige Jahre später eine neue Kirche baute. Erzbischof Gero weihte diese dann im Jahr 974 dem heiligen St. Andreas. Die Kirche, so wie wir sie heute kennen, wurde im 11. Jahrhundert errichtet und ist eine der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Sie liegt an der Komödienstraße, in nächster Nähe zum Kölner Dom. Zum Stift, das in der Kirche u.a. Stundengebete durchführte, gehörte auch das Hospital St. Heribert, in dem Arme und Kranke versorgt wurden. Das Stift bestand bis zu seiner Auflösung während der Säkularisation im Jahre 1802.
Das weltliche Chorherrenstift in seiner Gesamtheit besaß nicht nur Grund und Boden in Köln, auch außerhalb Kölns hatte es reiche Besitzungen, die vom Stiftskapitel verwaltet wurden. Das Lehn- und Kurmudbuch ist ein Amtsbuch, in dem die Einkünfte aus dem Lehen und die Naturalabgaben (Kurmud), die beim Tod eines Lehensmannes fällig wurden, erfasst und protokolliert wurden. Das Ganze wurde hier für den Stiftshof Subweiler vor den Toren Kölns für das Jahr 1602 erfasst.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück:

  • Trockenreinigung

Einband:

  • Sichern, festigen
  • Rissschließung
  • Fehlstellenergänzung
  • Deformierten Umschlag glätten

Buchblock:

  • Rissschließung, Stabilisierung
  • Fehlstellenergänzung
  • Deformierung beheben
  • Neue Vorsätze
  • Heftung sichern