Journal des 100. Pfennig, Anfang 18. Jh.

Bestand 70 (Rechnungen), A 970

Beschreibung

Datierung: 1712-1716
Maße: 25,5 x 36,0 x 7,5 cm
Pergamentband mit Pappdeckeln
Buchblock aus Papier mit Lesezeichen aus Pergament
Umfang: 194 Blatt

Inhalt

Das Rechnungsbuch ist ein Journal über die Einnahme des 100. Pfennigs. Der 100. Pfennig war eine direkte Steuer (d.h. eine Kopf- oder Haussteuer) und wurde, da die Stadt Köln in der Regel keine Steuern erhob, nur in Notzeiten eingeholt. In der Regel verursachten Kriege diese „Notzeiten“. Die Bemessungsgrundlage für diese außerordentliche Steuer war 1% des Wertes eines Vermögens von jedem Haus und eines Grundstückes. Die Steuer musste von den Mietern oder Pächtern der Grundstücke bzw. Häuser abgeführt werden, diese durften jedoch den schon bezahlten Betrag mit der Miete oder Pacht verrechnen. Die Steuer musste zuvor durch die 44er im Rat beschlossen werden. In diesen Ratssitzungen wurden dann auch die Steuereintreiber, die sogenannten „Deputierten“, gewählt.
Die Erhebung erfolgte nach Pfarrei-Bezirken, wie auch in dem vorliegenden Rechnungsbuch. Dort ist die Erhebung nach einem namentlichen Verzeichnis nach Pfarreien protokolliert.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung

Einband

  • Ablösen des Bezugsmaterials und der Deckel
  • Rissschließung
  • Anfertigen eines Konservierungseinbandes

Buchblock

  • Rissschließung und Stabilisierung
  • Fehlstellenergänzung

Heftung

  • Lagenrücken reinigen
  • Buchblock auseinander nehmen
  • Neuheften

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten