Geburtenregister, 1840

Bestand 541 G (Geburtsregister), R 496

Beschreibung

Datierung: 1840
Maße: 23,5 cm x 27,3 cm x 5,5 cm
Einband: Halbgewebeeinband mit Deckeln aus Strohpappe
Buchblock: Papier
Umfang: ca. 250 Blatt

Inhalt

Die Geburtenregister im Stadtarchiv Köln sind neben den Heirats- und Sterberegistern ein Teilbestand der Standesamtsregister. Standesamtsregister dokumentieren Geburt, Heirat und Tod eines jeden Bürgers. Sie sind nach Standesamtsbezirken, die sich weites gehend mit den Stadtteilen von Köln decken, aufgeteilt. Sie wurden Ende 2008 im Zuge der Neufassung des Personenstandsgesetzes zum 01. Januar 2009 vom Standesamt Köln an das Historische Archiv übergeben. Insgesamt verwahrt das Historische Archiv Erstschriften von rund 2000 Geburts-, 2300 Heirats- und 3900 Sterberegister. Diese decken einen Zeitraum von 1810 bis zur Mitte der 1970er Jahre ab. Zweitschriften der Kölner Standesamtsregister befinden sich im Personenstandsarchiv in Brühl.

Da das Rheinland und somit auch Köln nach dem zweiten Koalitionskrieg (1798 - 1802) staats- und verfassungsrechtlich zum Territorium der Französischen Republik erklärt wurde, unterstand die Stadt von diesem Zeitpunkt an dem Befehl Napoleons und wurde somit französisch. Das Führen von Personenstandsregistern wurde im Rheinland im Zuge der Einführung des Code Zivil, des bürgerlichen Gesetzbuches von Napoleon, 1804 beschlossen. Ab 1810 wurden auch in Köln Zivilstandsregister geführt. Nach dem Sturz Napoleons dauerte es noch fast 60 Jahre, bis im restlichen Deutschen Reich unter dem Einfluss des Code Civil erstmals reichseinheitliche Regelungen mit dem „Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstands und die Eheschließung“ vom 6. Februar 1875 entstanden. Mit dem Gesetz musste die Kirche ab dem 1. Januar 1876 ihr bisheriges Monopol in Bezug auf Führung von Tauf-, Trau- und Totenregister aufgeben. Die staatliche Beurkundung von Geburt, Heirat und Tod wurde verpflichtend. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es der Staat den Geistlichen beider Konfessionen überlassen, die Regelung und Dokumentation des Personenstandes seiner Bevölkerung durch die Führung der Kirchenbücher zu erledigen.

Das Geburtenbuch Nr. 496 aus dem Jahre 1840 wurde im Standesamtsbezirk Köln I angelegt und dokumentiert alle Geburten in diesem Bezirk für dieses Jahr. Das Geburtenbuch als Teil der Standesamtsregister stellt eine wichtige und häufig benutzte Quelle für die Familienforschung dar.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung

Bezugsmaterial

  • Sichern und festigen
  • Titel- und Signaturschild sichern

Buchblock

  • Partiell nachheften
  • Verkleben der Hinterklebung
  • Rissschließung
  • Fehlstellenergänzung

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten