Einnahme des 10., 20. und 100. Pfennigs, 1717-1784

Bestand 70 (Rechnungen), A 974

Beschreibung

Datierung: 1717-1784
Maße: ca. 23,5 cm x 37,5 cm x 2,5 cm
Einband: Moderner Ganzgewebeeinband aus Rohleinen
Buchblock: Papier
Umfang: 189 Blatt

Inhalt

Der umfangreiche Bestand mit Rechnungsbüchern aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit stellt eine wichtige Quelle zur Erforschung des Wirtschafts- und Finanzlebens, der Preise und des Verbrauchs in der Handelsmetropole Köln dar. Die Rechnungen bieten damit auch wichtige Einblicke in das Alltagsleben der Kölnerinnen und Kölner. Bei dem hier abgebildeten Rechnungsbuch handelt es sich um Einnahmen aus dem 10., 20. und 100. Pfennig für den Zeitraum 1717-1784. Der 10., 20. und 100. Pfennig waren direkte Steuern (d.h. eine Kopf- oder Haussteuer) und wurden, da die Stadt Köln in der Regel keine Steuern erhob, nur in Notzeiten eingeholt. In der Regel verursachten Kriege diese „Notzeiten“. Die Bemessungsgrundlage beispielsweise für den 100. Pfennig war 1% des Wertes eines Vermögens von jedem Haus und eines Grundstückes. Die Steuer musste von den Mietern oder Pächtern der Grundstücke bzw. Häuser abgeführt werden, diese durften jedoch den schon bezahlten Betrag mit der Miete oder Pacht verrechnen. Die Steuer musste zuvor durch die 44er im Rat beschlossen werden. In diesen Ratssitzungen wurden dann auch die Steuereintreiber, die sogenannten „Deputierten“, gewählt.

Konservatorische Massnahmen

  • Trockenreinigung
  • Befeuchten
  • Glätten
  • Rissschließung und Sicherung
  • Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten