Einfuhr-Accise, 1549 – 1562

Bestand 70 (Rechnungen), A 875

Beschreibung

Maße: 23,5 cm x 34,5 cm x 6 cm
Datierung: Oktober 1549 – Oktober 1562
Ganzgewebeband mit Pappdeckeln
Buchblock aus Papier
Umfang: 222 Blatt

Inhalt

Die vorliegende Akte wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in einer der beiden kölnischen Hauptkassen, der sogenannten Freitagsrentkammer, als Verzeichnis der Akzise-Einnahmen angelegt. Neben den abzuführenden Geldbeträgen sind hier auch die Namen der Zahlenden aufgeführt. Die Akzise war eine Art Steuer, die auf alle eingehenden und ausgehenden Güter und Esswaren erhoben wurde, sofern diese verbraucht bzw. konsumiert wurden. Es ist daher wenig verwunderlich, dass die Vielzahl unterschiedlicher Akzisen und Einnahmesysteme nur schwer zu überblicken ist. Das vorliegende Register führt überwiegend Einfuhr-Akzisen auf. Neben der Abgabe für die jeweilige Ware mussten die Händler häufig auch sogenanntes Pflastergeld für die Nutzung der Straßen entrichten. Im Mittelalter gehörten die Einkünfte aus den Akzisen zu den wichtigsten Einnahmequellen der Städte. Die Erhebung dieser Abgaben setze eine gute Kenntnis und ausreichend Kontrolle des städtischen Handels voraus. Dabei konnte zum Beispiel die Stadtmauer ein hilf-reiches Kontrollinstrument sein, da man häufig schon beim Passieren der Stadttore die entsprechenden Abgaben erheben konnte.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück

  • Trockenreinigung
  • Verpackung

Deckel

  • Gebrochene Deckelpappen festigen und verkleben

Buchblock

  • Vorsätze verstärken
  • Rissschließung und Stabilisierung
  • Glätten

Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten