Dienstsoldquittung

Bestand 1 (Haupturkundenarchiv), U K/13337

Beschreibung

Datierung: 1. Januar 1476
Maße: 13,0 x 70,0 x 0,7 cm
Pergamenturkunde mit ca. 25 Wachssiegeln

Inhalt

Bei der Urkunde aus dem Jahr 1476 handelt es sich um eine sogenannte Soldquittung. Eine Gruppe von 29 Personen quittiert hier der Stadt Köln den Erhalt von Dienstsoldzahlungen. Diese Urkunde steht damit stellvertretend für eine Vielzahl überlieferter Dokumente, die das durchaus verbreitete Söldnerwesen in und um Köln belegen. So war es üblich, im Falle von kriegerischen Auseinandersetzungen und Fehden die eigene militärische Schlagkraft durch angeworbene Söldner zu erhöhen.
Es ist denkbar, dass die vorliegende Urkunde im Zusammenhang mit der Kölner Stiftsfehde entstanden ist. Der Konflikt zwischen dem Erzbischof Ruprecht von der Pfalz und den Landständen des Kölner Erzstifts gipfelte unter anderem in der einjährigen Belagerung der Stadt Neuss. Als die Truppen Ruprechts und dessen Verbündeten, Karl dem Kühnen, vor den Toren von Neuss ankamen, war die Stadt bereits durch die Heere des Erzstiftes besetzt worden. Mit der Unterstützung von ca. 1500 Söldnern und später auch der kaiserlichen Armee, gelang es den Einheiten des Erzstiftes unter der Führung des Erzbischofs Hermann von Hessen Hermann von Hessen die Belagerer zum Rückzug zu bewegen.

Konservatorische Massnahmen

Urkunde, Siegel, Pressel

  • Trockenreinigung
  • Feuchtreinigung
  • Befeuchten und Glätten

Pergament

  • Rissschließung und Stabilisierung
  • Fehlstellenergänzung

Siegel

  • Fragmente zuordnen und ansetzen
  • Brüche/Bruchkanten sichern

Pressel/Bänder/Fäden

  • Rissschließung

Montierung/Verpackung

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten