Betreffend Besitzungen des Stifts in der Stadt Köln, 1478 – 1801

Bestand 264 (Severin), A 9

Beschreibung

Datierung: 1478 – 1801
Maße: 38,4 cm x 24 cm x 1 cm
Lose Blattsammlung mit verschiedenen Oblatensiegeln und rotem Lacksiegel
Umfang: 35 Blatt

Inhalt

In dieser Akte geht es um die Verwaltung von Besitzungen innerhalb der Stadtmauern Kölns des Stifts St. Severin. Das Kanonikerstift ist eines der bedeutendsten und ältesten Stifte in Köln im Mittelalter. Gegründet im ausgehenden 8. Jahrhundert nach Christus, lag es im Süden der Stadt an der Severinstraße. Die Severinstraße führte stadtauswärts nach Bonn und war eine alte Handelsstraße, die bereits von den Römern errichtet wurde. Bis ins 12. Jahrhundert lag das Stift außerhalb der Stadtmauer und wurde erst dann in die Ummauerung der Stadt einbezogen. Im Zuge der Säkularisation 1802 wurde das Stift dann durch die Franzosen endgültig aufgelöst.
Das Stift verfügte, wie viele andere Kölner Stifte, über reichlich Besitz in Form von Gütern und Grundstücken in und außerhalb Kölns. Oft erhielt das Stift ein Grundstück (Weinberge, Obstwiesen, Äcker) als Schenkung, wodurch u.a. die Versorgung der eigenen Stiftsherren gesichert werden sollte. Die Verwaltung des Stiftsvermögens und den dazugehörigen Besitzungen wurde vom Kapitel des Stifts und seinem Dechanten übernommen. Sie durften Kaufverträge aufsetzen und übernahmen die alltägliche Verwaltung des mobilen und immobilen Vermögens.

Konservatorische Massnahmen

• Trockenreinigung
• Fixieren von Stempeln und Farbmitteln
• Nassreinigung
• Glätten
• Rissschließung und Stabilisierung
• Fehlstellenergänzung

Verpackung
10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten