Akten über Operateure, 1724-1752

Bestand 150 (Universität), A 405

Beschreibung

Datierung: 1724-1752
Maße: ca. 23,6 cm x 36,8 cm x 1,0 cm
Umfang: 25 Blatt
Akte aus Einzelblättern, mit Nassklebebändern montiert und in einen Umschlag geheftet

Inhalt

Die alte Universität zu Köln wurde am 21. Mai 1388 als vierte Universität im Heiligen Römischen Reich nach der Karls-Universität Prag (1348), der Universität Wien (1365) und der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg (1386) gegründet. Die Initiative ging vom Rat der Stadt Köln aus, die auch die Kosten für die Einrichtung übernahm. Die Gründungsverhandlungen wurden mit Papst Urban VI. geführt, am 6. Januar 1389 schließlich die Gründungsurkunde unterschrieben und die erste Vorlesung abgehalten. Gründungsrektor war Hartlevus de Marca. Die Universität orientierte sich an der angesehenen Universität von Paris, von der sie aufgrund verschiedener Unruhen in Frankreich fast dreiviertel der Professoren abwerben konnte. Sie unterschied sich aber von Paris, Wien und Heidelberg insofern, als sie von Beginn an neben Kirchenrecht als erste Universität im Reich auch Kaiserrecht, das sogenannte Römisches Recht lehrte. Sie gehörte von Anfang an mit 700 Immatrikulierten (später etwa 1000) zu den größten Universitäten Europas. Die Studenten kamen aus ganz Europa nach Köln, um hier studieren zu können. Die Stadt finanzierte zunächst neun, später zwölf professores publici et ordinarii, von denen 3 Medizin lehrten. Weitere Professuren wurden mithilfe der großen Kölner Stifte finanziert. Das Recht, Prüfungen abzunehmen und Kandidaten zu promovieren, war dem Erzbischof und Kurfürsten von Köln vorbehalten, der diese Tätigkeiten dem Dompropst übertrug und dieser somit Kanzler der Hochschule wurde. Die Hochschule besaß kurz nach ihrem Anfang alle vier damals üblichen Fakultäten: Theologie, Juristerei, Medizin und die jüngeren sieben „Artes“, welche aus dem Trivium (Grammatik, Logik, Rhetorik) zusammen mit dem Quadrivium (Arithmetik, Astronomie, Geometrie, Musik) bestanden und später kollektiv als philosophische Fakultät bezeichnet wurden. Die Medizinische Fakultät nahm ihre Tätigkeit im Gründungssemester 1388/89 mit acht Medizinstudenten auf. Die kleine Fakultät hatte zunächst keine eigenen Räumlichkeiten, ihr standen vorerst nur Räume der Artistenschule zur Verfügung. Erster Medizinprofessor war der Mediziner Wolbero de Kaldenhoyven aus Geseke (wurde auch Schultetinck genannt), Kanoniker am Stift St. Gereon.

Konservatorische Massnahmen

  • Trockenreinigung
  • Nassbehandlung
  • Lösen der Heftung
  • Abnahme von Klebebändern
  • Rissschließung, Stabilisierung
  • Fehlstellenergänzung
  • Barrierepapier einlegen
  • Verpacken

10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten