20. Band der Farragines Gelenianae, 9. – 17. Jh.

Bestand 1039 (Farragines Gelenianae), A 20

Beschreibung

Datierung: 9. Jh – 17. Jh
Maße: 29,5 cm x 21 cm x 7 cm
Umfang: 826 Seiten
Pergamenteinband auf Pappdeckeln mit Buchblock aus Papier, durchausgeheftet auf Bünde aus Ma-schinenheftband. Die Deckel sind mittig geprägt.

Inhalt

Die Brüder Johannes Gelenius (1585-1631), 1626 Generalvikar und Geschichtsschreiber in Köln, und Aegidius Gelenius (1595-1656), 1625 Pfarrer an St. Christoph in Köln, ab 1655 Weihbischof von Osnabrück, können als Kölner Geschichtsschreiber betitelt werden. Sie haben im Laufe ihres Lebens alle die ihnen zugänglichen Informationen zur Kölner und rheinischen Geschichte, insbesondere zur Kirchengeschichte und der benachbarten Territorien, zusammengeführt. Der Namenzusatz „Farragines“ kann mit der Bezeichnung "Mischfutter" übersetzt werden, denn das genau sind die Bände: 30 dickleibigen Folianten ohne erkennbare Systematik. Es handelt sich um Abschriften, vorwiegend des 16. und 17. Jahrhunderts sowie um eine Vielzahl von Drucken. Originale sind eher nicht in den Bänden zu finden. Die 30 Bände wurden nach dem Tod des Aegidius von der Stadt Köln erworben und dem Archiv zugefügt. Sie stehen nun als unerschöpfliche Informationsquelle für vieles zur Verfügung, was im Original die vielen Kriege, Krisen und Zerstörungen seitdem nicht überlebt hat. Zu sehen ist hier der 20. Band aus dieser Reihe. Dieser Band ist etwas Besonderes, enthält er doch die älteste bekannte Düsseldorfer Inschrift, welche nur noch hier überliefert ist. So sollen die Brüder sie von einer Steinplatte in der Kirche St. Georg in Kaiserswerth abgeschrieben haben, die vermutlich um 1078/1088 entstanden und bei der Belagerung von Kaiserswerth 1688 untergegangen ist. Sie verzeichnet übrigens schlicht die Weihe eines Altars.

Konservatorische Massnahmen

Gesamtes Stück:
• Trockenreinigung

Einband:
• Feuchtreinigung
• Sichern des Titelschilds
• Deckelpappen festigen
• Bezugsmaterial ergänzen
• Bezugsmaterial zurückkleben

Buchblock:
• Rissschließung, Stabilisierung
• Fehlstellenergänzung
• Glätten
• Farbliche Anpassung der Ergänzungen

Verpackung
10% Materialkosten
10% Verwaltungs- und Transportkosten