Von den Ausgrabungen zum Museum im Herzen der Stadt

In einem Vortrag  im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Hilliges Köln 2.0 – Auf dem Weg zur religiösen Toleranz?“ des Historischen Archivs der Stadt Köln referierte Dr. Thomas Otten, Leiter des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, über die Entstehung des jüdischen Museums im Herzen der Stadt sowie über das Zusammenleben der Juden und Christen im mittelalterlichen Köln.

Im Mittelalter lag das jüdische Viertel innerhalb des Bereiches der kleinen Budengasse, Unter Goldschmied, den Obenmarspforten und der Judengasse; Willy Horsch via CC-BY-SA 2.5

Das jüdische Museum, welches seinen Namen „MiQua“ im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahren erhalten hat, lädt auf einer Fläche von rund 6.000 qm zu einen Rundgang von 600 Metern ein.
Auf dem ersten Obergeschoss wird dem Besucher unter anderem eine Dauerasstellung zu dem Thema „Jüdische Geschichte in Köln nach 1424“ geboten.

 

Dargestellt hat Herr Dr. Otten in seinem Vortrag auch den sogenannten „Judeneid“. Dieser beschreibt die von christlichen Amtspersonen aufgesetzte Eideszeremonien und Eidesformulare, die gewährleisten sollten, dass die durch den Schwur bekräftigte Aussage eines Juden der Wahrheit entsprach. Exemplarisch für die Ausgrenzung der Juden steht auch die Satzung der Goldschmiede aus dem frühen 14. Jahrhundert.

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