Stiftung Stadtgedächtnis gegründet – Freunde beschließen Zustiftung

– Burkhard von der Mühlen –

Am 12. Juli wurde im traditionsreichen Hansesaal des Historischen Rathauses unserer Stadt nach langwierigen Vorarbeiten die „Stiftung Stadtgedächtnis“ feierlich begangen.

Oberbürgermeister Roters hatte nicht nur die vier Stiftungsgründer, sondern zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter unseren Vorstand, eingeladen.

Die wesentlichen Bestimmungen für die Stiftungsorganisation und ihren Zweck sind:

1. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere der Erhalt bzw. die Instandsetzung der Archivalien des Historischen Archivs der Stadt Köln, die beim Einsturz des Gebäudes am 3. März 2009 beschädigt wurden, sowie deren Bestandszusammenführung, Digitalisierung, Erschließung und wissenschaftliche Begleitung.

2. Anfangsstifter sind die Stadt Köln (1,12 Mio Euro), das Land NRW (1 Mio Euro), das Erzbistum Köln (100.000 Euro) und die Evangelische Kirche im Rheinland (20.000 Euro).

3. Auf den Bund wird nach wie vor gewartet.

4. Der Vorstand der Stiftung ist dreiköpfig, der Vorstandsvorsitzende noch nicht bestellt.

5. Im Kuratorium, das jeweils 3 Jahre amtiert, sind zwölf Plätze zu besetzen. Zehn Einzelnominierungen sind bereits ausgesprochen.

6. Der Vorstandsvorsitzende ist hauptberuflich tätig. Es fällt auf, dass er eine starke Stellung innerhalb der Stiftung hat. Seine Hauptaufgabe ist die Akquisition weiterer namhafter Erlöse und Zuwendungen und die sachgerechte Verwaltung des Stiftungsvermögens.

Nach unseren Informationen ist die Suche nach einem Stiftungsvorsitzenden noch nicht abgeschlossen.

7. Die Mitglieder des Kuratoriums sind insbesondere die Garanten dafür, dass die Stiftung durch die jeweils verfügbaren Netzwerke der Persönlichkeiten und Institutionen alsbald Zustiftungen und Zuwendungen generiert, die eine zügige und nachhaltige Schadensminderung und –beseitigung der Archivalien sicherstellen.

Nach einer einstimmig zustande gekommenen Änderung der Vereinssatzung hat eine ausserordentliche Mitgliederversammlung der Freunde am 7. September beschlossen, eine Zustiftung zur Stiftung Stadtgedächtnis iHv Euro 50 Tausend zu platzieren.

Die Freunde reklamierten in ihrer Beschlussfassung ebenso einstimmig einen Sitz im Kuratorium für den ersten Vorsitzenden, um die Einbindung in das Leben und Entscheiden der Stiftung sicher zu stellen. Dies entspricht dem Gesprächsergebnis, das Ende Juli mit Herrn Oberbürgermeister erzielt wurde.

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